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Auch junge Frauen leiden schon unter den kleinen Gefäßerweiterungen
Wunderwaffe gegen lästige Besenreiser?
Eine moderne Lasertherapie verspricht guten Erfolg


Besenreiser sind ein weit verbreitetes, vor allem ästhetisches Problem, das keineswegs nur ältere Menschen betrifft. Bereits 60 Prozent der 20- bis 29-jährigen sowie 70 Prozent der 30- bis 39-jährigen weisen diese spinnenförmigen Gefäßerweiterungen auf, die ihren Namen der Ähnlichkeit mit einem Reisigbesen zu verdanken haben. Es handelt sich hierbei um direkt unter der Hautoberfläche gelegene rot oder bläulich erscheinende Venen, die meist an der Außenseite der Ober- und Unterschenkel sowie in den Kniekehlen lokalisiert sind. Bei Frauen kommen Besenreiser wesentlich häufiger vor als bei Männern, weshalb hormonelle Ursachen vermutet werden (Schwangerschaft, Einnahme von Hormonen). Auch eine gewisse familiäre Disposition ist beobachtet worden.

Allerdings weisen Besenreiser bisweilen auch auf das Vorhandensein von Krampfadern der größeren Beinvenen hin. Diese funktionell wichtigen Venen sollten vor einer Laserbehandlung untersucht und gegebenenfalls operativ saniert werden. Ansonsten kann es zu einem raschen Wiederauftreten der Besenreiser kommen. Die modernste Methode zur Behandlung von Besenreisern ist die Lasertherapie. Dabei wird die Wellenlänge des Lichts so gewählt, dass rote Strukturen, also die Besenreiser, den Energiestrahl absorbieren und somit zerstört werden, die Haut und das umgebende Gewebe jedoch verschont bleiben.

Besonders geeignet für eine solche Behandlung sind Besenreiser mit einem Durchmesser von maximal zwei Millimetern. In der Regel sind je nach Ausdehnung des Befundes durchschnittlich drei Sitzungen im Abstand von sechs Wochen erforderlich. Es bedarf hierbei keinerlei örtlichen Betäubung. Allerdings sollte direkt vor, sowie drei Wochen nach der Lasertherapie auf intensive UV-Bestrahlung (Sonnenbäder, Solarium) verzichtet werden. Nach der Behandlung treten eine leichte Rötung und eine Schwellung der therapierten Bezirke auf, die jedoch innerhalb weniger Tage wieder vollständig abklingen. In sehr seltenen Fällen kann es zu einer Pigmentverschiebung (Dunkel– oder Hellverfärbung der Haut) kommen.

Die Resultate der beschriebenen Behandlungsmethode sind ausgesprochen gut. In 90 Prozent der Fälle kann eine Reduzierung der Besenreiser um über 75 Prozent erzielt werden. Da es sich bei der Lasertherapie im Gegensatz zur herkömmlichen Sklerosierungstherapie (Verödung) um eine unblutige, spritzenfreie Methode ohne anschließend notwendigen Kompressionsverband handelt, erfreut sie sich zunehmend großer Akzeptanz und Beliebtheit bei den Patienten.

Aus plastisch-chirurgischer Sicht stellt die moderne Lasertherapie eine effektive und sichere Behandlungsmethode der Besenreiservarikose (Krampfaderleiden) dar, die den Patienten außerdem ein hervorragendes ästhetisches Resultat bietet.

Dr. med. Stephanie Kehrbein, München
Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Amiraplatz 3 – Luitpoldblock
80333 München
Telefon: 089-2807184
Telefax: 089-2807186
E-Mail: kehrbein@netsurf.de



Die Autorin absolvierte das Studium der Humanmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München; ihre Anerkennung als Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie erhielt sie 2002 nach erfolgreicher und umfassender Ausbildung in der Universitätsklinik München bei Professor W. Stock und Professor K. Wilhelm, am Städtischen Krankenhaus München-Bogenhausen bei Professor W. Mühlbauer sowie in der Kreisklinik Ebersberg bei Chefarzt Dr. E. Falter; Dr. Stephanie Kehrbein ist nun in einer Privatpraxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in München niedergelassen. Spezielle Schwerpunkte Ihrer Tätigkeit sind die Anti-Aging-Medizin und die Lasertherapie.

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